EINSATZBEISPIEL: ERSATZNEUBAU ETAPPE 8 «GROSSALBIS»

4-tägiger Spürhunde-Einsatz, September 2024

Im September 2024 führte Mirella Manser mit ihren Igelspürhunden im Rahmen des Ersatzneubaus Etappe 8 «Grossalbis» in Zürich einen 4-tägigen Spürhunde-Einsatz durch. Die rund 11’000 m² grosse Suchfläche wurde systematisch auf Igel, Igelnester und Hinweise auf eine aktuelle Nutzung durch Igel abgesucht.

Igelspürhund Pippa auf dem Rodungsareal während eines Spürhunde-Einsatzes

Während der Einsatztage zeigten sich verschiedene Hinweise darauf, dass das Areal von Igeln genutzt worden war. Eine von Pippa aufgenommene ältere Spur führte durch die Gärten bis unter die Bauwand und aus dem Einsatzgebiet hinaus. Mit Wildkameras und weiteren Kontrollen wurde überprüft, ob sich aktuell noch Igel im Areal aufhielten.

Während der Suche führte Igelspürhund Pippa Mirella Manser zu einem bis dahin unentdeckten Dachsbau und zeigte dort Igelgeruch an. Es war anzunehmen, dass sich im Dachsbau nur noch Überreste eines Igels befanden, da der Dachs zu den natürlichen Feinden des Igels zählt. Pippas Anzeige führte jedoch zu einem weiteren wichtigen Ergebnis: Der versteckt unter dichtem Gebüsch liegende Dachsbau war bis dahin nicht bekannt. Mirella Manser bot daraufhin einen Wildhüter auf, der die Dachse vor der bevorstehenden Rodung und der Zerstörung ihres Baus vergrämte. So kam der Igelspürhunde-Einsatz in diesem Fall auch den Dachsen zugute.

Während des Einsatzes arbeitete Mirella Manser direkt mit der Richi AG zusammen. Schwere Asthaufen wurden mit dem Bagger angehoben, sodass die Spürhunde die darunterliegenden Bereiche gezielt auf Igel kontrollieren konnten.

Während des Spürhunde-Einsatzes konnte ausgeschlossen werden, dass sich Igel auf dem Areal befanden. Auch über Nacht waren keine frischen Igelspuren hinzugekommen, die auf ein erneutes Betreten des Geländes hingewiesen hätten. Damit waren keine weiteren Kontrollen durch die Spürhunde während der Rodung erforderlich.

Besten Dank an die Familienheim-Genossenschaft Zürich (FGZ) für den Auftrag, an Edelaar Mosayebi Inderbitzin ArchitektInnen (EMI) für die angenehme Zusammenarbeit und Koordination sowie an die Richi AG für die unkomplizierte Zusammenarbeit während der Rodungsarbeiten.