IGELSPÜRHUNDE-EINSÄTZE

Spürhundeführerin Mirella Manser mit Igelspürhund vor einem professionellen Igelspürhunde-Einsatz

Wir führen professionelle Spürhunde-Einsätze auf Bau- und Rodungsflächen durch und kontrollieren diese auf eingenistete Igel und deren Nester. Auch wenn Igel oder Nester festgestellt werden, können die notwendigen Schutzmassnahmen direkt in den Bauablauf integriert und die Rodungs- oder Abbrucharbeiten ohne Verzögerung weitergeführt werden.

Eine frühzeitige Planung ermöglicht einen koordinierten Ablauf und hilft, unnötige Verzögerungen bei Rodungs- und Abbrucharbeiten zu vermeiden.

Kurzüberblick

Hier finden Sie alle Informationen zu unseren Spürhunde-Einsätzen. Die folgenden Themen führen direkt zu den jeweiligen Abschnitten auf dieser Seite.
Spürhundeführerin mit Igelspürhund bei der strukturierten Kontrolle eines Bauareals

Planung und Ablauf

Unsere Spürhunde-Einsätze folgen einem klar definierten Ablauf. So lassen sich die Einsätze parallel zu Rodungs- und Abbrucharbeiten planbar, koordiniert und ohne unnötige Unterbrüche umsetzen.

  • Erste Kontaktaufnahme durch den Auftraggeber, die Bauleitung oder die Bauherrenvertretung zur Klärung des Bauvorhabens, des Zeitfensters sowie der geplanten Rodungs- oder Abbrucharbeiten.

  • Der Augenschein vor Ort dient der Beurteilung des Geländes, der Zugänglichkeit und der Rahmenbedingungen und bildet die Grundlage für die Offertstellung sowie die Einsatzplanung. Er wird von Mirella Manser gemeinsam mit der Bauleitung durchgeführt.

  • Auf Basis der Angaben und des Augenscheins erstellen wir eine transparente Offerte mit klar definiertem Leistungsumfang, Kostendach und Einsatzrahmen.

  • Nach Auftragserteilung erfolgt die Termin- und Ablaufkoordination in Abstimmung mit der Bauleitung sowie der Rodungs- oder Abbruchfirma. Die Reihenfolge der zu kontrollierenden Flächen wird gemeinsam definiert.
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  • Der Einsatz findet tagsüber mit zeitlichem Vorlauf oder begleitend zu den Rodungs- oder Abbrucharbeiten statt und ist in den Bauablauf integriert.
  • Als igelfrei kontrollierte Flächen werden fortlaufend zur Rodung freigegeben.

  • Die Kontrolle erfolgt abschnittsweise und gemäss der mit Bauleitung und Ausführungsfirma festgelegten Reihenfolge.

  • Werden Igel oder Igelnester durch die Spürhunde festgestellt, erfolgt eine fachgerechte Bergung.
  • Ist ein Nest nicht direkt zugänglich, kann die Bergung – je nach Situation – in Abstimmung mit der Rodungs- oder Abbruchfirma durchgeführt werden.
  • Geborgene Igel werden je nach Einsatzort an das Igelzentrum Zürich oder an eine bewilligte regionale Igelstation übergeben.
  • Bei länger andauernden oder gestaffelten Rodungsarbeiten können leere Igelnester ergänzend mit Wildtierkameras kontrolliert werden, um eine allfällige Rückkehr eines Igels frühzeitig zu erkennen.
  • Bei längeren Einsätzen findet nach dem letzten Einsatztag eine Abschlussbegehung mit der Bauleitung statt.

  • Dabei werden zurzeit leere Igelnester dokumentiert und gemeinsam festgelegt, wie vorzugehen ist, falls ein Igel in ein Nest zurückkehrt.

  • Nach Abschluss des Einsatzes erhalten Auftraggeber und Bauleitung einen schriftlichen Bericht mit allen relevanten Feststellungen und Freigaben.

  • Auf Wunsch kann nach Abschluss des Einsatzes eine Online-Präsentation mit Bezug auf den jeweiligen Einsatz für Auftraggeber, Bauleitungen und Anwohnende durchgeführt werden.

Der Spürhunde-Einsatz vor Ort

Igelspürhund Pippa des Spürhunde-Teams von Mirella Manser bei der Kontrolle eines Gartenhauses

Zeitpunkt des Spürhunde-Einsatzes

Die Spürhunde-Einsätze finden tagsüber mit zeitlichem Vorlauf oder begleitend zu Rodungs- und Abbrucharbeiten statt. Sie sind gezielt in den Bauablauf integriert. Igelfreie Bereiche werden nach der Kontrolle laufend freigegeben, sodass die Arbeiten strukturiert und ohne unnötige Unterbrüche fortgeführt werden können.

Igel nach dem Auffinden auf einer Baustelle durch das Spürhunde-Team von Mirella Manser

Was passiert bei einem Igelfund?

Befinden sich eingenistete Igel oder Igelnester auf dem Baugelände, lokalisieren die Spürhunde diese zuverlässig. Anschliessend erfolgt die fachgerechte Bergung. Je nach Einsatzort werden die Igel an das Igelzentrum Zürich oder an eine bewilligte regionale Igelstation übergeben. Nach der Bergung können die Rodungs- oder Abbrucharbeiten im betroffenen Bereich weitergeführt werden.

Kontrolle eines Igelnestes im Rahmen eines Spürhunde-Einsatzes

Warum auch leere Igelnester relevant sind

Igel nutzen mehrere Nester innerhalb ihres Streifgebiets. Auch zurzeit leere Nester können jederzeit wieder als Tagesschlafplatz genutzt werden. Gerade bei länger dauernden Rodungs- oder Abbrucharbeiten ist es daher wichtig, diese Nester zu lokalisieren und während der laufenden Arbeiten regelmässig zu kontrollieren.

Igelspürhund Yuma des Spürhunde-Teams von Mirella Manser bei einem Einsatz auf einer Baustelle

Wenn sich keine Igel eingenistet haben

Haben sich auf dem kontrollierten Gelände keine Igel eingenistet, kann die Rodung mit gutem Gewissen durchgeführt werden. Dies ist der ideale Fall: Es werden keine Igel gestört und keine Bergung oder Umsiedlung ist notwendig. Die Arbeiten können ohne zusätzlichen Eingriff in den Lebensraum der Tiere fortgesetzt werden.

Beispiel eines Einsatzberichts mit dokumentierten Funden aus einem Spürhunde-Einsatz

Dokumentation und Bericht

Die Erkenntnisse aus dem Einsatz werden dokumentiert und in einem Einsatzbericht zusammengefasst. Dieser Bericht wird nach Abschluss des Einsatzes dem Auftraggeber übergeben und dient als nachvollziehbare Grundlage für das weitere Vorgehen.

Igelfund auf einem Baugelände durch einen Igelspürhund des Spürhunde-Teams von Mirella Manser

Wissenswertes zu Igel und Spürhunden

Die Einsatz- und Suchstrategie unserer Spürhunde orientiert sich am natürlichen Verhalten der Igel, an der jeweiligen Jahreszeit sowie an den Anforderungen von Baustellen und Rodungsarbeiten.

Ziel der Einsätze ist es, zu verhindern, dass Igel zu Schaden kommen. Idealerweise können sie in ihrem gewohnten Umfeld verbleiben und müssen keine stressige Umsiedlung erfahren. Über das weitere Vorgehen bei Igeln entscheiden die zuständigen Fachstellen, insbesondere die IgelexpertInnen des Igelzentrum Zürich oder der regionalen Igelstation.

Igelmutter mit Jungtier in ihrem natürlichen Lebensraum

Lebensweise & Routen der Igel

Igel leben nicht nur in einzelnen Gärten, sondern bewegen sich entlang fester Routen, die sich über mehrere Kilometer erstrecken können. Entlang dieser Wege legen sie mehrere Nester an, die sie als Tagesschlafplätze nutzen und je nach Situation wechseln. Für den Winterschlaf werden geschützte, trockene Nistplätze aufgesucht, die sich oft von den Sommernestern unterscheiden.

Zurzeit leeres Igelnest auf einem Baustellengelände

Bedeutung leerer Igelnester

Auch zurzeit leere Igelnester können jederzeit wieder von einem Igel aufgesucht werden. Das blosse Entfernen solcher Nester kann dazu führen, dass sich ein Igel unbemerkt erneut einnistet. Deshalb ist das gezielte Aufspüren und Beobachten leerer Nester ein wichtiger Bestandteil unserer Spürhunde-Einsätze.

Nachwuchsspürhund Yoola bei einem Einsatz zur Kontrolle möglicher Igelverstecke

Die Aufgabe der Igelspürhunde

Die Igelspürhunde sind darin geschult, nicht nur eingenistete Igel, sondern auch leere Igelnester, Igeldurchgänge und Igelspuren anzuzeigen. Diese Anzeigen liefern ein Gesamtbild der Geländenutzung durch Igel und bilden die Grundlage für ein strukturiertes Suchsystem.

Spürhunde-Einsatz in enger Zusammenarbeit mit einer Rodungsfirma auf einem Baugelände

Einsätze bei grossen Rodungs- und Neubauprojekten

Bei grossflächigen Rodungen erfolgen die Spürhunde-Einsätze an mehreren Einsatztagen. In den Monaten, in denen Igel mobil sind, wird das Gelände nach einem von uns entwickelten Suchsystem abschnittsweise kontrolliert. Die Rodungsarbeiten erfolgen koordiniert im Anschluss an die jeweils freigegebenen Bereiche.

Absicherung eines Spürhunde-Einsatzes mit Warnsignalisation auf einem Einsatzgelände

Sicherheit & Einsatzbedingungen

Die Gesundheit und Sicherheit der eingesetzten Spürhunde haben jederzeit oberste Priorität. Unsere Einsätze werden sorgfältig geplant und so durchgeführt, dass Belastung, Erholungsphasen und Einsatzdauer der Hunde verantwortungsvoll aufeinander abgestimmt sind.

Sicherheit auf dem Einsatzgelände

Aus Sicherheitsgründen werden Bereiche mit erhöhtem Gefahrenpotenzial nicht abgesucht und nicht mit Spürhunden bearbeitet. Solche Bereiche werden bereits beim ersten Augenschein erkannt, ausgeschlossen und mit der Bauleitung besprochen.

Abbruch eines Einsatzes

Wir behalten uns vor, einen Spürhunde-Einsatz jederzeit abzubrechen, wenn die Sicherheit unseres Teams nicht gewährleistet ist.

Ein Abbruch kann insbesondere bei einer Verletzung eines Hundes oder bei Störungen des Einsatzes durch Dritte wie Hausbesetzer oder Aktivisten erforderlich werden.

Baustellenkonformes Arbeiten

Wir arbeiten baustellenkonform und tragen die jeweils erforderliche persönliche Schutzausrüstung.

Die Spürhunde tragen gut sichtbare, neonfarbige Arbeitsgeschirre und arbeiten ausschliesslich an der Leine.

Arbeitsweise und Einsatzzeiten der Spürhunde

Eine Suchsequenz pro Spürhund dauert maximal 30 Minuten. Anschliessend wird der Hund für eine Pause ins Fahrzeug gebracht, während der nächste Spürhund das folgende Suchfeld übernimmt.

Durch diesen Turnus werden die vorgeschriebenen Ruhezeiten eingehalten und eine kontinuierliche, verantwortungsvoll geplante Sucharbeit ermöglicht.

Witterung und Einsatzzeitraum

Bei starkem Schneefall, Unwetter, Sturm oder Gewitter finden keine Spürhunde-Einsätze statt.

Zudem werden im Zeitraum von Mitte Juli bis Ende August aus Rücksicht auf die Spürhunde aufgrund der hohen Temperaturen keine Spürhunde-Einsätze durchgeführt.

Hinweis für Privatpersonen und Anwohnende

Wenn Sie sich als Anwohnende um Igel sorgen, wenden Sie sich bitte frühzeitig an die verantwortliche Baufirma oder Bauleitung und weisen Sie dort auf die Möglichkeit eines professionellen Igelspürhunde-Einsatzes hin.

Unsere Einsätze erfolgen ausschliesslich im Auftrag von Bauträgern und in Zusammenarbeit mit den zuständigen Bauleitungen.

Bitte beachten Sie, dass unsere Einsätze mehrere Wochen im Voraus geplant werden und wir keine kurzfristigen Einsätze übernehmen können. Eine frühzeitige Abklärung durch die Bauverantwortlichen ist daher entscheidend.

Einsatzgebiet

Unsere Spürhunde-Einsätze finden ausschliesslich in der Schweiz in den Kantonen Zürich und Luzern statt.

Eine frühzeitige Kontaktaufnahme ist wichtig, da Einsatzzeiten sowie die notwendigen Erholungsphasen der Spürhunde sorgfältig und verantwortungsvoll geplant werden müssen.

Kontaktaufnahme

Für Anfragen von Bauleitungen, Baufirmen, Bauträgern oder Bauherrenvertretungen kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail an office(at)spuerhundearbeit.ch

Bitte fügen Sie Ihrer Mailanfrage folgende Angaben bei:

  • Kontaktdaten der projektverantwortlichen Person
  • Adresse des Bau- oder Rodungsareals
  • Katasterplan oder vergleichbare Planunterlagen
  • Geplanter Beginn der Rodungs- oder Abbrucharbeiten

Nach Prüfung Ihrer Anfrage melden wir uns bei Ihnen bezüglich des weiteren Vorgehens.